Bert Smaak:

Im kalten Februar 1960 bekommt die Familie Smaak in Den Haag, Holland, ein Baby namens Bert. Die ungetrübte Freude über den Knaben währt knappe zehn Jahre, denn plötzlich fängt der Junge an, auf allen verfügbaren Dosen und Eimern herumzudonnern. Schon bald entscheidet sich Bertje, Musiker zu werden. Er übt wie ein Wahnsinniger und gründet mit Freunden die Band Martin Dairy mit der er tatsächlich einen Talentwettbewerb gewinnt, an dem sich etwa 800 holländische Nachwuchsacts beteiligt hatten. Als ein Freund von Bert durch einen Unglücksfall nicht mehr bei den Gebrüdern Engel trommeln kann, steigt Bert dort ein und geht mit der Gruppe auf Deutschland-Tournee. Dabei lernt er Mandy van Baaren kennen, wechselt durch sie zu Earforce, einer damals regional angesagten Rockgruppe. Er verliebt sich in Mandy´s Schwester,Sabine van Baaren, zieht mit ihr zusammen und spielt mit ihr in dem Bandprojekt Playing Games. Seine Fähigkeiten als Drummer sprechen sich in der Musikszene herum und im Laufe der nächsten Jahre setzen ihn immer mehr Musiker bei ihren Produktionen und Tourneen auf den Schlagzeughocker, so z.B. die Bots, Ina Deter, Anne Haigis, Lenny McDowell, Milva, Charlie Mariano und Miguel Rios. Zu PURPLE SCHULZ stößt Bert erstmalig 1987 anlässlich der "Stand der Dinge"-Tour. Da sich unter Musikern auch intensive Freundschaften entwickeln kommt es auch zu langjährigen Zusammenarbeiten mit Künstlern wie Edo Zanki, Tato Gomez, Mario Argandona und Phil Carmen. Im Ausland verbucht Bert Smaak große Erfolge mit seiner Gruppe Acoustic Alchemy; wobei er u.a. mit Larry Carlton und Steve Morse auftritt. Seit 1997 trommelt Bert wieder bei PURPLE SCHULZ.


Paul Harriman:

In Doncaster in der englischen Grafschaft Yorkshire ... ...(genau da, wo die gleichnamigen Terrier herkommen) wird im Jahre 1953 Paul Harriman geboren: ein Bassist, wie er im Buche steht. Die zehn Jahre Schulbesuch, die er in seiner Biografie erwähnt (weil sie ihm sonst keiner glaubt?) gefallen ihm "nicht so gut wie das Gitarrespielen", das er sich in dieser Zeit mit den Songs der Kinks selber beibringt. Die Jahre von 1969 bis 1972 sind geprägt von der Suche nach seinem Weg: Art School, Isle of Wight, lange Haare, Anti-Kriegs-Demos (wobei er mittlerweile nicht mehr weiß, gegen welchen Krieg) sind ihre Stationen bis er den Bass und das Weib für sich entdeckt. Die 1970 begonnene Ausbildung zum Drucker bricht er nach einem Jahr ab, weil er nach den Auftritten mit lokalen Bands morgens nicht mehr den Weg aus dem Bett findet. Eine richtige Entscheidung, weil damit seine Jahre als Profi beginnen: tausende Club-Gigs und Tourneen in Europa, Skandinavien und dem mittleren Osten. 1986 beschließt er nach Deutschland zu gehen, wo er seit Anfang der 80er zahlreiche Studiojobs und Tourneen mit u.a. Anne Haigis und Edo Zanki absolviert. 1988 steigt er bei PURPLE SCHULZ ein. Parallel dazu zupft er den Bass für Künstler wie Milva, Hazel O´Connor oder Jennifer Rush und trifft dabei öfters auf Bert Smaak, wenn beide die Backings für Acoustic Alchemy einspielen. 1994 gründet er im heimatlichen Esslingen die Welt-Musik-Gruppe "Expedicion" und produziert im eigenen "Small World Studio".Auf sein Privatleben angesprochen kommt die knappe Antwort: "Halbtaub, vollgrau und mehrmals Papa."


Rainer Scheithauer:

Man schreibt das Jahr 1971 als im Schwabenland der kleine Rainer das Licht der Welt erblickt.Er wird in eine musikalische Familie hineingeboren, so daß es kein Wunder ist, daß ihn seine kleinen Füßchen direkt in Richtung des Klaviers im elterlichen Wohnzimmer tragen . Keine sieben Jahre später beginnt er mit dem Unterricht wie seine Geschwister. Als Mitglied einer Freikirche sammelt er erste Banderfahrungen im Rahmen christlicher Popmusik, wobei er vor allem lernt, zu improvisieren. So ganz nebenbei lernt er noch Gitarre und Trompete. Mit etwa 16 Jahren wird er Mitglied bei Quintessenz, seiner ersten Jazzband. Der Zufall will es, daß er seine erste Begegnung mit PURPLE SCHULZ macht, ohne es zu wissen: sein Lieblingsalbum zu dieser Zeit ist nämlich das "Keith Jarrett Köln Konzert", auf dessen vierter Seite vor Beginn des Stückes ein deutliches Husten zu hören ist, das von niemand geringerem stammt als von Purple Schulz selbst, der das Konzert aus der 7. Reihe verfolgte. Ab der 11. Klasse wird aus dem Klavierschüler Rainer Scheithauer der Klavierlehrer Rainer Scheithauer. Er verdient so sein erstes Geld. Ende der 80er wächst Rainer zusehends in die Stuttgarter Musikszene, lernt viele amerikanische Musiker kennen und tritt auf mit dem Kathrin Haas Quartett, einer Formation seines ehemalien Gitarrenlehrers. Es folgen Gigs und Produktionen mit Charles Simmons ("Loveletters from space"), Back II Basix, Lutricia McNeall, David Hanselmann, Joe Whitney und der Sängerin Harriet Lewis, deren CD er arrangiert und einspielt. Parallel studiert er Jazzklavier in Nürnberg, Freiburg und Würzburg. Über Paul Harrimans Rhythm & Soul Review kommt er zu PURPLE SCHULZ. Wer ihn außerhalb dieser Tätigkeit sehen und hören will kann dies jeden Montagabend bei der SOULNIGHT im Kammgarn in Kaiserslautern tun.



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