MIT DEM RÜCKEN AN DER WAND

(Text: Eri & Purple Schulz/Musik: Purple Schulz)

Er liegt wach im Bett und das Fenster ist auf
Dumpf dringt der Lärm von der Straße herauf
Dumpf ist das Echo aus seinem Bauch
Sein Herz ist wie die Wüste, heiß und leer

Er schaut auf die Uhr, ob es Zeit ist, zu gehen
Springt in seine Klamotten, trinkt den Kaffee im Stehen
Rennt aus seinen vier Wänden um dem Nichts zu entgehen
Denn er glaubt, da draußen gibt es so viel mehr

Er lässt sich fallen in den Tiefenrausch der Sinne
Alles, was er will, steht dort für ihn bereit
Er packt alles ein und er schafft es nach Hause
Er kippt es auf den Boden
doch da ist nichts, was er braucht

Mit dem Rücken an der Wand schaust du nach vorne
Du siehst nicht, doch du spürst, was du vermisst
Es kommt auf dich zu wie ein Schrei aus der Stille
Will nur, dass der Himmel deine Erde küsst

Dieser Blick am Morgen, sie kennt ihn genau
Steht vor’m Spiegel und schminkt sich Farbe ins Grau
Die Seele zersplittert, gut abgedeckt
Sticht in ihr Herz, doch sie geht drüber weg

Jedes Lächeln gezielt, jeder Blick überlegt
Keine Bewegung, die nicht was bewegt
Wähnt sich sicher, die Fäden in der Hand
Den Zufall kühl berechnet und gebannt

Sie lässt sich fallen in das Paradies der Lichter
Tanzt bis der Boden unter den Füßen bebt
Sie fliegt durch die Nacht und sie landet vor’m Spiegel
Die Farben sind zerlaufen und ihr Traum explodiert

Mit dem Rücken an der Wand schaust du nach vorne
Du siehst nicht, doch du spürst, was du vermisst
Es kommt auf dich zu wie ein Schrei aus der Stille
Will nur, dass der Himmel deine Erde küsst